Captain Planet - Inselwissen. Lyrics

Walbaby

Es hat dich befreit, Dinge aufzugeben
Ich koch heut für uns drei und du bist am sortieren
Diesmal gibt es mehr als nur ein neues muster
An der immer selben wand!

Die vernunft packt dich in schüben
Auf der letzten stufe drehst du um
Dort unten fährt die letzte bahn
Einfach keine schwäche zeigen
Nachts schlafen kann nicht alles sein

Aller anfang ist weiß und leer
Und dazu passt gut
Dass der himmel heute grau ist

So viele Hürden auf dem Weg hierher gerissen
Beide Knöchel dick und blau
Das rote Band reißt auf deiner Brust
Immer der Erste sein, mit den Letzten trinken
Nur so spürst du, dass du alles kannst

Eine riesen Lücke klafft in deinem Alltag
Vom letzten Wochenende allein in ihren Gassen
So verloren in ihren Bars
Alles ist Zersplittert auf den Stufen vom Montmatre

Und dann zurückgeschleppt bis vor deine Haustür
Der Schatten unter dir wird immer größer
Diesmal gibt es mehr als nur ein neues muster
An der immer selben wand!


Hans Dampf

Gestern noch Hans Dampf
Unten auf der Straße
Die Taschen prall gefüllt
Und jetzt hast du wieder Worte
Und du rufst zu mir rüber
Ich hab zwar keine Lösung
Doch ich bewundere dein Problem

Und heut hier oben ist das alles so klein
heut hier oben ist es fast schön so ganz allein
Und das paar kalte Füße macht dich nicht satt
Aber es lässt dich leben!

Straßen, Städte, Ströme
Was zählt da schon die Aussicht
raus aus deinem Fenster
Gebäude fallen rechts und links
Geschichten sterben
Ein Ort löst sich vom Sinn
Und euch stört nur der Staub

Vor dem haus steht schon die Abrissbirne
Die Zeit rennt uns davon
Sie glänzt so schön im Sonnenlicht
in fröhlichem Gelb lackiert
Genau das lässt mich verzweifeln!

Dass es auch schön sein kann
Einfach nur Stein auf Stein da zu stehen
Zeit vergeht mit jedem Blatt
das zwischen uns fällt
Der erste Strich ist immer der schwerste
Es beginnt und wird zerstört

 

Blattsport

Ein heißes bad nach dem aufstehen
Dann die weichen finger am brot geschnitten
Und dann holst du aus
Füllst die lunge mit luft
Ein letztes mal diese angst noch aushalten

Drei stühle ohne kissen
Einer ist für dich
Vier augen und deine
Eins und zwei und...

Blattsport
Im kampf gegen dich selber
hast blut geschwitzt und stillgehalten
Nach zwei, drei jahren ist auch das alles wertlos
Doch heut vor deinen büchern
Alles für dich

Und dann Abschied nehmen
Von all den räumen und gesichtern - Macht´s gut
Ach komm doch noch mit auf´s foto
Musst nur lächeln bei drei
Zeig was du gelernt hast
Eins und zwei und...

Manche macht es einsam
Dich macht es stark
Und jetzt nur noch die paar Meter
Wer braucht schon schlaf

Irgendwo im Hinterkopf
Schmeißt du einen Anker aus
Hier auf deinem Trampelpfad
Raus aus einer guten Woche

Es ist der Glaube an die Füße die dich tragen
Und der Glaube an ein Herz, dass auf dich einschlägt
Daran, dass du auch morgen wieder aufstehst
Ohne dich zu fragen, ob die Welt sich noch dreht dort draußen

Blick durch den Lattenrost
Knapp unterm Dach

 

Rambo

Reise Reise!

Immer eine hand über dem knopf
Zwei finger in der wunde
Der tank immer fast leer
Mit großen augen vorne im cockpit
Und all die lichter drumherum
Wie kann ein mensch das alles kontrollieren?

Du weißt es nicht

Dein bild zittert auf und ab
in den fenstern einer u-bahn
Die an dir vorbeifährt
Wer sagt dir jetzt ob es dir gut geht?
Wo bleibt der Kommentar in deinen Ohren?

Bist du jetzt alleine?

Treppe hoch! Augen zu!
Im Gewitter durch die Alpen
Wanderst einsam durch den Schnee
3000 Meter überm Meer
Der Regen holt dich zurück
Dein Leben ist kein Actionfilm
Und nie gewesen

Gestern abend im supermarkt
Zwischen den regalen umhergeirrt
Alles ist gleich wichtig
Der große wagen immer noch leer
Auf dem weg zur kasse überholt
wenn das hier und jetzt kein ende nimmt
dann vielleicht morgen - und wieder morgen
so kriecht mit kleinen schritten die zeit voran

Fühlst dich am wohlsten hier - in deinem zimmer
Dort wo du gewachsen bist ? und mit dir alles um dich rum
Die stadt wird jeden tag größer ? und das macht dir angst!

Auf deinem see ist immer flaute
Jedes manöver wird zur farce
Bist halt nicht der typ - der sein leben so lebt
wie rambo an die tanne springt

 

Der Rückbau

Wasser treibt hoch unter den brücken
bahnt gräben durch den schlamm
und sie reissen alles nieder
das sie aufgebaut haben
du hast's gesehen
ich hab's gehört
und wir haben geschwiegen
da ist irgendwas verkehrt
und zugedeckt mit trümmern liegst du leblos unterm bett
ich und die sirenen
hier ist irgendwas verkehrt
sie haben's gesehen
und keinen hat's gestört

dieses lid am zucken
will heißen hier ist ende
für jetzt
für gleich
für alle zeit
bist du jetzt zufrieden
manche mauer bleibt bestehen und fest entschlossen
bis sie fällt

und ich hab angst bekommen
der himmel voll von kränen
in quadrate aufgeteilt
fassaden die mich blenden
jeden tag ein bißchen mehr und wir ein bißchen weniger
die meute schweigt betroffen
es ist irgendwas verkehrt
das leben abgebaut
stein für stein
probleme kleingeredet
wann hast du dein basislager aufgegeben

dieses lid am zucken, will heißen hier ist ende
für jetzt, für gleich, für alle zeit
bist du jetzt zufrieden, manche mauer bleibt bestehen und fest entschlossen
bis sie fällt

auf zum rückbau...

 

Blick durch den Lattenrost

Es ist staubig dort
Wo sich der Alltag schlafen legt
Wo du dich ranhängst an das Leben
dich ziehen lässt
alles verschwimmt
hinter den Fenstern

wo jetzt morgen ist
ist heute schon das jetzt

Von den Geschichten gefesselt
Die zwischen euch liegen
Auf den Tischen verstreut
Wo blicke sich kreuzen
Wo alles zerfällt
zu diesem kurzen Hochgefühl
das an der Schuld nagt
Die einen Teil von dir immer zuhause hält

Viel zu sauber dort
Wo du deine Stunden aufziehst
Auf eine lange weiße Kette
Komm wir scheißen heut Nacht
Den Elbtunnel zu
Und flüchten auf dem Fahrrad
Nichts wie weg!

Hier auf dem Schotterparkplatz
Streckst du deine Glieder

 

Stühle rücken

Hier fließt der Strom, der dein Leben trennt
In gestern und morgen
der zwischen hoffen und aufgeben
eine tiefe Schneise schlägt
Er ist die Kluft in der du auflebst
Vom 3 Meterbrett springst du hinein

Sag siehst du ein Muster dort
In den Kacheln auf dem Boden
Die du anstarrst in jeder Mittagspause
weißt du, dass du wieder raus musst
bist auf der Reise nach Jerusalem
Kein Platz ist mehr frei!

Und jetzt dort unten im Morast
Mit Sand in den Haaren
Und Dreck an der Hose
Hier krallst du deine kurzen Finger ins Gras
Lässt deine Sorgen liegen
Suchst nach der Form die du sein willst
Nach einer Maske die passt

Wo der Wind sonst weht
Wo sich deine Freunde treffen
Wo flaschen leise gehen
Ist Kein platz mehr frei

 

Parkhaus

Die Hand breit Wasser in den Schuhen
Wird zu Eis in diesen Tagen
In denen du fröstelnd darauf wartest
Dass die Frau dort vorne
Deine Nummer zieht
Um dir etwas zu sagen

Die Baustelle dort draußen
Wie sie stinkt und Kracht
und an der Straße kratzt
Passt ganz gut in dieses Bild von Dir
Wie du da stehst jede woche
Zwischen halb leeren flaschen Auf dem boden
und der eimer neben dir

Seit 10 Wochen geht das schon so
Alles dreht sich um sich selbst
Keinen Fixpunkt gefunden der dich auffängt
Und du bist ständig kurz davor aufzugeben
Nur damit es aufhört

Geht doch eh nichts mehr rein in unsere Köpfe
Hier auf unserer Reise
Immer wieder um die Welt
Kommt doch eh nichts mehr raus aus deinem Mund
Der Kiefer streikt
Heute sprechen deine Augen
Und sie plappern alles aus


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